Tadschikistan.

Tadschikistan.

Big Thank und Tadschikistan.

Ich möchte mich bei all jenen bedanken, die mich motiviert und bei der Entstehung dieses Projektes tatkräftig unterstützt haben. Ein großes Dankeschön.

Es geht weiter:
Diese Schwester, ist eine Muslimin aus Tadschikistan.
Das war meine erste Bewegnung mit einer Muslimin aus Tadschikistan, eigentlich die erste Begegnung mit irgendjemand aus Tadschikistan.
Ich muss sogar zugeben: Ich habe Tadschikistan gegoogelt weil ich fast nichts darüber wusste.

Gesichtsschleier.

Einen Gesichtsschleier tragen die Musliminnen in Mekka übrigens nicht nur aus religiösen, sondern auch aus hygienischen oder gesundheitlichen Gründen.
Das schaut dann so aus.

Niqab.

Niqab.

Niqab.

Diese Art der Verschleierung wird 'Niqab' (arabisch نقاب) gennant. Frauen die ein Niqab tragen bedecken zusätzlich ihr Gesicht.
Es gibt unterschiedliche Arten der Gesichtsverschleierung. Später mehr dazu inshaAllah.

Gründe.

Die Gründe warum muslimische Frauen sich dazu entscheidet sich zu verschleiern sind sehr unterschiedlich und sehr individuell.

Dementsprechend ist auch die Art und Weise der Verschleierung sehr unterschiedlich und individuell.

Indonesien.

Indonesien.

Das Kopftuch mal anders.

Musliminnen aus Indonesien und Malaysien habe ich in Mekka sofort erkannt. Sie sind meistens in Gruppen unterwegs gewesen und hatten alle einen interessanten Kleidungsstil. Sie trugen ein einfaches Kopftuch, in dem sie mit dem Kopf hineinschlüpfen und dann ein Gummi nach hinten binden. 
Meistens trugen alle Frauen in der Gruppe das selbe Kopftuch und die Männer in der selben Farbe ein Gewand oder eine Haube. Auf jeden Fall fiel die Gruppe immer sofort auf, so fanden sie sich schneller nach den Gebeten, dem Tawaf (dem Umkreisen der Kaaba) oder erkannten sich sonst so in der Moschee. Clever 
Übrigens, das Land mit der größten islamischen Bevölkerung ist nicht Saudi Arabien, Ägypten oder Iran.. es ist Indonesien  Das bedeutet, die meisten MuslimInnen der Welt sind IndonesierInnen.

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Tschador.

Es gibt heute viele Diskussionen über "das Kopftuch", "den Schleier", "die Verschleierung der muslimischen Frau". Diese Diskussionen führen unweigerlich zu Verboten und Geboten "des Schleiers", "des Kopftuches" oder wie auch immer die Bezeichnung ist. 
Frauen auf der ganzen Welt kleiden und tragen ihren "Hijab" auf ganz unterschiedlichen Art und Weisen. Im Iran schaut dieser ganz anders aus als in Afrika. Die pakistanischen Musliminnen tragen ganz andere Tücher als ägyptische Frauen. Muslimische Europäerinnen haben einen ganz eigenen Stil entwickelt. Und während Istanbul zum Zentrum islamischer Kleidung und Mode aufsteigt, entwickelt sich in Indonesien eine eigene Modebranche mit Ikonen, die ihren ganzen Charme auf ihren Hijab setzen. 

Die Anführungszeichen markieren die Fremdbezeichnungen "Kopftuch" und "Schleier", die wir im deutschsprachigen Raum eingeführt haben um über dieses Kleidungsstück von muslimischen Frauen - nicht allen - reden zu können. In all diesen Ländern aber gibt es ganz unterschiedliche Begriffe für diese Stück Stoff.

Heute präsentiere ich den Tschador چادر. Eine sehr übliche Art der "Verschleierung" im Iran. Aber nicht die einzige und nicht nur im Iran.

die drei Schwestern.

Diese Begegnung war mit drei Schwestern aus dem Iran.
Interessant fand ich die Art und Weise wie sie ihr "Kopftuch" trugen. Es war zuerst ein "normales Kopftuch" und dann noch darüber ein großer Schleier - im Iran Tschador چادر gennant - über den Kopf, den sie dann um den Körper wickelten.
Dieser Schleier war oft schwarz, aber auch weiß oder gemustert. 

Ich habe noch andere Fotos von den Schwestern gemacht, die ich noch posten werde inshaAllah.

Vielfalt.

Vielfalt.

Vielfalt.

Es war wirklich eine schöne Zeit in Mekka. So viele Menschen zu sehen, Geschichten mit ihnen auszutauschen. Auch wenn diese Geschichten nicht von ihnen erzählt wurden sondern du aus ihren Blicken, Lächeln, Tränen bei dem Gebet, Bittgebete beim Umkreisen der Kaaba ihre Geschichten erzählst bekommst...
SubhanAllah. Die Vielfalt der Menschen in Mekka zeigt die Vielfalt in der uns Allah s.t. erschaffen hat. 
Ich habe lange überlegt warum uns Gott so vielfältig erschaffen hat? Was ist der Sinn dahinter? 
Viele Völker und Gesellschaften können heute mit dieser Vielfalt gar nicht umgehen. Es führt zu Rassismus, Hass bis hin zu Kriegen.
Bis ich diesen wunderschönen Vers aus dem Quran nochmals gelesen habe:

"Oh, ihr Menschen! Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennen lernt." (49:13)

China1.jpg

Islam in China.

Meine erste Begegnung mit Musliminnen aus China hatte ich in Mekka. Wir haben uns leider überhaupt nicht verständigen können aber ja .. Lächeln ist Sunnah! 

Muslimas.

Muslimas.

Frauen.

Warum eigentlich nur Fotos von muslimischen FRAUEN?

Das hat mehrere Gründe. Einerseits war es dort für mich einfacher Frauen anzusprechen und zu fotografieren, andererseits ist es mir persönlich sehr wichtig, das Bild der Frau - und ganz speziell der muslimischen Frau - in unserer Gesellschaft- zurecht zu rücken.

Die Moschee in Mekka ist im Vergleich zu vielen anderen Moscheen der Welt nicht nach Geschlechtern getrennt. Es gibt zwar auch Frauen- und Männerbereiche, die durch Quranregale markiert sind, diese Trennung gilt aber eher -wenn überhaupt- zu Gebetszeiten, oder wenn sich die Gläubigen zwischen den Gebetszeiten ausruhen und kurz hinlegen wollen.
Diese Zeiten zwischen den Gebeten habe ich immer wieder genutzt, um Frauen anzusprechen und um von ihnen Fotos zu schießen. 
Das war für mich eine besondere Erfahrung.

Nigeria.

Nigeria.

#BringBackOurGirls

 

234 Mädchen die entführt wurden.
Nigeria.
Möge Allah s.t. euch Erleichterung schenken.

In Mekka hatte ich auch ein sehr interessantes Gespräch mit einer Mutter und deren Tochter aus Nigeria. 
Möge Allah die Bevölkerung dieses Landes beschützen. Insbesonds seine Frauen und Mädchen, die gerade eine sehr schwere Zeit durchmachen.

#BringBackOurGirls
#BokoHaramIsHaram
#KeepDuaingForOurSisters

 

Ein Glaube. Viele Gesichter.

Ein Glaube. Viele Gesichter.

 

Das Einzigartige an Mekka ist diese unbeschreibliche Atmosphäre. Trotz dieser Vielfalt- den vielen Sprachen, die die Menschen sprechen, die Unzahl an Ländern, aus denen die Menschen kommen, die bunten Kleider, die die Menschen tragen, ihr Aussehen, die Gesichter, ihre Geschichten - trotz all dem und vielem mehr gibt es Augenblicke, in denen all dies zu Seite geschoben wird, und ich mich all diesen Menschen so nah fühlte wie nie zuvor.

Allahu Akbarul Allahu Akbar. Allah ist der Größte, Allah ist der Größte.
Der Adhan. Der Gebetsruf.

In diesem Augenblick, in dem ich mich zum Gebet aufstelle, genauso wie Zigtausende andere MuslimInnen in der Haaram Moschee, verschmilzt diese Vielfalt zu einem Gefühl der Einheit. Einem Gefühl der Zugehörigkeit. Einem unbeschreiblichen Gefühl.

All diese Gläubigen, die im Gebet stehen und den Einen anbeten sind für mich „The Face of Islam“.

Ich habe bewusst die Einzahl gewählt, also „Face“ statt „Faces,“ weil ich diese Einheit betonen wollte. All diese Menschen, die ich in Mekka getroffen habe, all diese Frauen die ich fotografieren konnte, all diese und viele andere mehr - egal woher sie kommen, welche Sprache sie sprechen, wie sie aussehen, wie alt sie sind und worin sie sich sonst noch von einander unterscheiden- all diese sind das „Face of Islam“. Wenn wir aber dann genauer hinschauen, ihre Gesichter näher beobachten, uns ihre Geschichten anhören und uns mehr mit ihnen beschäftigen, dann sehen wir, wie vielfältig das „Face of Islam“ ist.

Mehr als 1,5 Millarden Menschen auf dieser Welt fühlen sich dem Islam zugehörig. Diese Menschen sind aus Australien, Indonesien, China, Pakistan, Iran, Saudi Arabien, Uganda, Österreich, Frankreich, Brazilien, und und und und... Genauso wie diese Menschen - unabhängig von ihrem Glauben - unterschiedlich sind, sind sie es auch als MuslimInnen - ganz vielfältig und unterschiedlich. Mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, unterschiedlichen Erfahrungen, unterschiedlichen Erlebnissen – einfach ganz unterschiedliche Individuen, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Religion. Das Einzige, was sie vereint, ist das Mensch-Sein.

Es ist daher unmöglich, von „dem Islam“ oder „den MuslimInnen“ zu sprechen.

 

 Ein Glaube. Viele Gesichter.

Die Idee entstand in Mekka.

Mekka, eine äußerst vielfältige Stadt. Ich bin viel herumgekommen alhamdulillah, hatte die Möglichkeit viele Städte der Welt zu sehen. Aber eine Stadt wie Mekka sah ich noch nie.
Menschen aus der ganzen Welt kommen hier zusammen.
Ich sah Neugeborene, die auf den Schultern ihrer Eltern die Kaaba umkreisten, alte Männer, die mit einer Begleitung in einem Rollstuhl die Riten der Umrah vollzogen, weil sie sehr alt und schwach waren, dass sie es alleine nie geschafft hätten. Ich sah weiße und schwarze Menschen, die nebeneinander Gott um Vergebung baten. Menschen die sich in den teueren Malls um die Kaaba zushoppten und Einfache die im selben Mall zum ersten mal in ihrem Leben eine Rolltreppe verwendeten.
Dabei fiel mir immer eine Sache auf, wie vielfältig diese Menschen sind, aus wie unterschiedlichen Kulturen sie kamen, wie viele Sprachen sie sprachen und wie friedlich die Atmosphäre trotzdem war.
Nur eine Sache vereinte diese Menschen: der Islam.
Und so entstand die Idee: Warum nicht diese Menschen portraitieren? Fotos von sovielen wie nur Möglich.
Ich wollte die Gesichter all dieser Menschen abbilden, denn jedes dieser Gesichter ist das Gesicht des Islams.
"The Face of Islam"
Einige Tage beobachtete ich nur die Menschen, ihre Kleider, ihre Tücher, die Stoffe, wie sie gingen, wie sie saßen, wie sie aßen..
Ich merkte jedoch, dass es nicht so einfach war Fotos von ihnen zu schießen. Einerseits erlaubte es der Ort nicht einfach Shootings mit Menschen zu beginnen, andererseits wollte ich mir oft das Recht nicht nehmen Menschen in ganz persönlichen Augenblicken zu stören und sie zu fragen, ob ich sie fotografieren darf.
Ich musste daher meinen Plan ändern.
Bis ich an diesem Tag in Gebetsbereich der Frauen saß und neben mir diese Dame betete, die auf diesem Foto ist. Nach dem Gebet schaute sie mich an und lächelte. Ich wusste sofort was nun zu tun war: sie zu fragen ob ich ein Foto schießen darf. 
"Salaam alaikum, excuse me.. Can I take a picture of you?"
Sie schaute mich an und lächelte weiter als hätte ich nicht einmal mit ihr geredet. Ich verstand - sie versteht mich nicht.
Also begann ich ihr mit Zeichen zu zeigen was ich meinte. "I (ich zeigte auf mich)... take a picture.. (zeige auf die Kamera) of you (zeige auf sie)." Sie schaute mich für ein paar Sekunden verwirrt an, dann nickte sie und lächelte wieder.
Und so begann alles...
Ich merkte bald, dass es am sinnvollsten ist Fotos von Musliminnen zu schießen. Erstens war es einfach sie in der Moschee anzusprechen und mich mit ihnen länger zu unterhalten ohne dass es einem Ordner/einer Ordnerin auffiel, dass ich Fotos schieße und zweitens gefiel mir die Idee mehr.
Die Vielfalt der muslimischen Frauen abzubilden, die Muslimin von der sowieso viele ein einseitiges und homogenes Bild haben, wenn wir überhaupt ein Bild von ihr haben - ja das möchte ich machen.

Hier das erste Bild, inshaAllah folgen mehr Bilder und mehr Erzählungen...